Villen in Costa de la Calma

Villen in Costa de la Calma

Mediterrane Villa mit viel Komfort und moderner Einrichtung in ruhiger, strandnaher Lage im Grünen in Costa de la Calma im Südwesten Mallorcas. Die drei Terrassen des Hauses bieten Erholung pur und der große, private Swimming-Pool sorgt jederzeit für erfrischende Abkühlung. Das Haus verfügt ferner über eine Sauna. Der nächste Sandstrand sowie Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten befinden sich nur etwa 1000m entfernt. Villa Mallorca Südwest

Hierbas selber machen

Blick von der Terrasse der Ferienwohnung auf die Cala Llamp

 

Wir sind ja nun schon richtig eingefleischte „Mallorquiner“, da wir wenigstens zweimal, wenn nicht dreimal jährlich auf die Insel kommen. Der Südwesten rund um Puerto de Andratx gefällt uns am besten, aber unsere deutschen Freunde leben im Inselosten in der Nähe von Porto Cristo. Klare Sache, dass wir die beiden immer besuchen, wenn wir auf Mallorca sind. Petra und Ronald haben sich vor einigen Jahren hier mit einem Restaurant selbständig gemacht, in dem wir das Essen durchweg genießen.


Da Ronald schon in Hannover als Koch gearbeitet hat, fiel es ihm tatsächlich nicht schwer, die „spanische Küchensprache“ in wenigen Wochen zu erlernen. Denn, ganz unüblich: Ronald bietet die typische Mallorca-Cocina in seinem Restaurante an und die Rezepte kann er aus dem Effeff. Wenn es nur die wunderbaren Fisch- und Fleischgerichte allein wären, die uns immer wieder aus dem Südwesten der Insel in den Osten treiben. Nein, es ist auch der Hierbas. Den macht er nämlich selber.


Hierbas ist der allseits bekannte Kräuterschnaps auf Mallorca, den es trocken, halbtrocken und sehr süß als Likör in jedem Supermarkt zu kaufen gibt, aber hausgemacht ist er natürlich noch viel leckerer. Unseren Urlaub in Puerto de Andratx, wo wir diesmal nicht auf einer Finca, sondern in einer schönen Ferienwohnung mit Hafenblick wohnten, legten wir deshalb ganz bewusst auf Ende Mail. In der letzten Woche des Sonnenmonats  gehen die Mallorquiner und auch Roland in den Garten und sammeln die Kräuter, die für die „Zubereitung“ des Schnapses nötig sind.


„Jede Familie hat ihr eigenes Rezept und deshalb schmeckt Hierbas, wenn er selbstgebraut ist, auch überall anders“, ließen wir uns belehren. Ronald hat das Rezept von seinem Nachbarn Paco übernommen, der ein wahrer Meister des Hierbas ist. Drei Sterne, sozusagen. Blätter vom Orangen- und Zitronenbaum, ein Stück der Frucht, aber auch Kirschen und ein paar Kaffeebohnen kommen neben einer stattlichen Anzahl an Kräutern in die Flasche. Wir machten uns mit Ronald auf die Suche – begleitet von Paco, der sich das keinesfalls nehmen lässt, seinen deutschen Koch-Freund auf der Odyssee durch den Riesengarten zu begleiten.


Innerhalb einer Stunde hatten wir eine Riesenschüssel an Kräutern gesammelt, die schon von ganz allein verlockend dufteten. Nun, die 30 leeren Flaschen waren schnell heiß ausgespült und die Kräuter sorgfältig und mit viel Liebe hinein gegeben. Aufgefüllt wird mit Anisschnaps  seco (trocken) oder Anis dulce (süß). Wird beides gemixt, entsteht der „hierbas mesclada“. Da wir eher robuste Genießer sind, bevorzugen wir die trockene Variante, die allerdings auch ein paar Umdrehungen mehr hat.


Vier Wochen müssen die Kräuter und die anderen Zutaten in der Flasche ziehen, dann hat der Anisschnaps sein gehöriges Quäntchen an Aroma erhalten. Da wir leider nach zwei Wochen wieder die Heimreise in die Nähe von Hannover antreten mussten, schieden wir von Ronald und Petra und Paco, ohne den „Hausgemachten“ probiert zu haben. Klar, dass alle drei uns das Versprechen gegeben haben, dass eine Flasche für uns aufgehoben wird bis August. Denn dann kommen wir traditionsgemäß wieder auf die Insel. Wie immer. Und wehe, der „Trockene“ ist dann alle.