Villen in Costa de la Calma

Villen in Costa de la Calma

Mediterrane Villa mit viel Komfort und moderner Einrichtung in ruhiger, strandnaher Lage im Grünen in Costa de la Calma im Südwesten Mallorcas. Die drei Terrassen des Hauses bieten Erholung pur und der große, private Swimming-Pool sorgt jederzeit für erfrischende Abkühlung. Das Haus verfügt ferner über eine Sauna. Der nächste Sandstrand sowie Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten befinden sich nur etwa 1000m entfernt. Villa Mallorca Südwest

Wandern auf Mallorca

Eine Woche wandern auf der Sonneninsel Mallorca! Von Hütte zu Hütte, Kloster oder Hostal – eine Weitwanderung der besonderen Art quer durch die Insel, dem Tramuntana-Gebirgszug entlang. Dieses Abenteuer nahmen wir im Herbst 2009 unter kundiger Führung einer ausgebildeten Schweizer Wanderführerin und Mallorca-Kennerin unter die Füsse.

Die markierte Weitwanderung wird GR 221 genannt und führt in 8 Tagesetappen von Port d’ Andraitx/Sant Elm bis Pollença. Wir wählen die umgekehrte Richtung und starten nach einem kurzen Bustransfer vom Flughafen her an Pollenças Ortsrand. Eine kurze nachmittägliche Akklimatisations-Wanderung führt uns stetig ansteigend auf den Puig de Maria zum dortigen Kloster, in dem wir in einfachen ehemaligen Mönchszellen Quartier beziehen.


Die herrliche Aussicht, das feine mallorquinische Nachtessen und der atemberaubende Sonnenaufgang lässt den Abschied am nächsten Morgen von diesem idyllischen Platz nicht leicht werden. Doch der farbenfrohe Wochenmarkt in Pollença lockt und wir decken uns bei dieser Gelegenheit mit allerlei Frischem aus der Region ein. Leicht ansteigend führt uns dann der Wanderweg zuerst über offenes Weide- und Kulturland, später durch dichten schattenspendenden Pinien- und Steineichenwald zum mitten im „Herz“ des Tramuntana-Gebirges gelegenen Kloster Lluc. Auch hier erwarten uns ehemalige Pilgerzellen und gemütliche Betten, um unsere müden Knochen auszuruhen. Doch zuerst werden das grosse Kloster, der botanische Garten der Mönche und die bizarren Karst-Steinformationen angeschaut. Die Wanderführerin Mirjam weiss viele interessante Details und lässt uns an Kultur und Geschichte dieses speziellen Ortes teilhaben.



Ausgeruht und frisch gestärkt dank der guten Verpflegung innerhalb der geschichtsträchtigen Klostermauern dringen wir heute in die Gebirgsregion Mallorcas vor. Um die Mittagszeit erreichen wir nach einem längeren Aufstieg den höchsten Punkt der Weitwanderung. Längst haben wir die Baumgrenze hinter uns gelassen und profitieren von einer tollen Fernsicht über die Insel, zu den Küsten und aufs Meer hinaus. Verwilderte Bergziegen beäugen uns ängstlich aber interessiert, als wir unseren Weg über ehemalige maurische Terrassengärten zur Berghütte Refugi Tossals Verds fortsetzen. Hier sind wir nun mitten im Niemandsland, weit weg von der Zivilisation und dem pulsierenden Leben in Mallorcas Ballungszentren. Der engagierte Hüttenwart begrüsst uns herzlich und weist uns unsere Plätze im Mehrbettzimmer zu. Nach dem Duschen erkunden wir die Umgebung und sagen den Eseln des Refugis hallo. Am flackernden Kaminfeuer lassen wir den Tag Revue passieren und tragen uns nach dem feinen Nachtessen noch traditionsgemäss ins Hüttenbuch ein.



Nach der gestrigen langen Etappe erwartet uns heute eine weitere sechsstündige Wanderung. Diese bringt uns aus dem Gebirge raus direkt zur schroffen Küste bei Port de Soller. Unterwegs steigen wir durch den steilen, aber mit unzähligen Treppenstufen schon von den Arabern gangbar gemachten Barranc de Biniaraitx ab. Ein spektakulärer Canyon, der alle Anstrengungen und den schweren Rucksack auf den Schultern vergessen lässt! Unterwegs nutzen wir wiederum einige Quellen, um unseren Wasservorrat aufzufüllen. Und ein kleines Bistro am Weg kommt gerade recht für eine kurze Rast. Nachdem wir während zwei Tagen kaum einem Menschen begegnet sind (ja, auch das gibt’s auf Mallorca!), geniessen wir nun den beschaulichen Fischerort Port de Soller, halten unsere Füsse ins Meerwasser und ergänzen unseren Proviant im Lebensmittelladen. Beim markanten Leuchtturm, der oberhalb von Port de Soller thront, finden wir im Refugi Muleta Platz für die Nacht. Ein fantastischer Sonnenuntergang und der Blick auf das nächtliche Port de Soller entschädigen uns für die zwei strengen Wandertage. In der Nacht wirft der Leuchtturm sein Licht in regelmässigen Abständen zu uns in den Schlafraum – ein wirklich einzigartiger Schlafplatz!

Heute steht eine kurze Etappe auf dem Programm. Auf einem restaurierten, uralten Wirtschaftsweg geht es nach Deia. Unterwegs genehmigen wir uns auf einer Finca einen frischgepressten Orangensaft (und ein Stück Torte darf natürlich auch nicht fehlen!). Aussichtsreich schlängelt sich der Weg hoch über der Küste ohne grosses Auf und Ab bis zum Künstlerdorf Deia, wo uns im historischen Dorfkern mit seinen schmalen und verwinkelten Gässchen wieder ein Refugi für die Nacht erwartet. Ohne Rucksack erkunden wir das Dörfchen und lassen uns von seinem Flair und der herrlichen Aussicht von der zuoberst auf dem Dorfhügel thronenden Kirche bezaubern.



Am nächsten Tag wählen wir anstelle der sehr anstrengenden Etappe über den Gebirgszug nach Valldemossa die gemütlichere Variante. Sie führt direkt dem Meer entlang durch herrlich duftende Pinienwälder nach Llucalcari. Das wegen dem starken Wind tobende Meer, türkisfarben durch die Sonne, entschädigt uns und löst in der Wandergruppe Stürme der Begeisterung aus. Jedes Foto wird garantiert kalenderwürdig, die Kulisse ist perfekt! Der nicht einfach zu findende schmale Weg durchs Unterholz und die stellenweise erodierten Passagen die es manchmal zu meistern gilt, werden glücklicherweise auch in Zukunft dafür sorgen, dass dieser Ort nicht von Touristen überflutet wird. Mit dem öffentlichen Bus erreichen wir Valldemossa und haben dort vor der Weiterreise nach Esporles genügend Zeit, ausgiebig durch das hübsche Dorf zu flanieren, unseren Proviant zu ergänzen und uns in einem der vielen Strassencafés ein Eis zu gönnen.

In Esporles angekommen, werden wir in einem schicken mallorquinischen Hotel in Doppelzimmern untergebracht – ein Genuss! Wie übrigens auch das mallorquinische Nachtessen mit vielen inseltypischen Spezialitäten, das wir in diesem historischen Gasthaus serviert bekommen.



Nach diesen zwei eher gemütlichen Wandertagen sind alle wieder fit, um die letzte Etappe bis nach Banyalbufar, dem zum schönsten Ort Mallorcas gekürten Küstendorf – in Angriff zu nehmen. Auf dem historischen Cami d’es correu – dem Postweg – wandern wir durch Steineichenwälder vom Landesinnern wieder der Küste zu. Die roten Früchte der Erdbeerbäume locken und am Wegrand sehen wir wieder die markanten Stellen alter Köhlerstätten. Auch hier lässt uns unsere Wanderführerin Mirjam an ihrem grossen Wissen teilhaben und erzählt uns wie schon in den letzten Tagen allerlei Interessantes zur Natur, Tierwelt, Geologie und Geschichte Mallorcas. Unterwegs besuchen wir das herrschaftliche Landgut „La Granja“, das einen umfangreichen und anschaulichen Einblick ins Leben der früheren Grossgrundbesitzer gibt. Nach einer nicht allzulangen Wanderung kommt am Nachmittag Banyalbufar in Sicht. Durch Terrassengärten, an Wasserzisternen und Reben vorbei erreichen wir schliesslich den Dorfkern und damit das Ende dieser fantastischen und sehr interessanten Weitwanderung. Einige nutzen die Gelegenheit und laufen das kurze Stück hinunter zum winzigen Fischerhafen von Banyalbufar. Denn - das Meer lockt zum Bade!


Die beschriebene Weitwanderung, Wanderwochen von Kloster zu Kloster sowie individuelle Privattouren (auch mit stationärer Hotel-Unterkunft) können gebucht werden bei www.Mirjam-Maag.ch